Wednesday, January 9. 2008
Sehr interessant ist die neue Sendung "Der Arbeitsbeschaffer" auf RTL, die man wie eine Menge anderer Serien innovativerweise auch im Internet unter http://www.rtl-now.de/ansehen kann. Eine gute Zusammenfassung der Sendung findet sich bei Spiegel Online. Etwas arg finde ich aber, dass die Familie 2000 Euro Netto erarbeiten müsste, um den Lebensstandard zu halten. Da wundert man sich wenig, dass die Motivation zur Arbeitsbeschaffung sich in Grenzen hält. Da aber auch die Arbeitgeber für niedrigqualifizierte Beschäftige keine Löhne in Postbriefträgerhöhe leisten können, bleibt die Verantwortung letztlich beim Staat hängen. An diesem liegt nun also, die Schere zwischen Arbeit und Nichtarbeit zu schließen. Problematisch sind hierbei vor allem die "Flatrates" bei verschiedenen Sozialleistungen wie Kindergeld und die Anrechnung von Sozialleistung der Partner - wer Arbeiten möchte, muss gleich die gesamte Familie damit ernähren. Ein eigener Sozialleistungsanspruch für jeden Bürger würde dem abhelfen, andererseits aber wiederum Personen alimentieren, die eigentlich gar nicht bedürftig wären. Ein anderes mögliches Modell sind Kombilöhne - die richtige Höhe hierfür zu definieren, ist allerdings sehr schwer!
Monday, October 29. 2007
Das klassische Sommerlochthema "Tempolimit auf Autobahnen" hat es nun also immerhin bis in den Oktober auf den SPD-Parteitag geschafft. Und tatsächlich beschlossen die Deligierten dort Tempo 130 auf Autobahnen - zum ersten Mal bei einer der beiden Volksparteien. Man darf sich aber durchaus fragen, warum die Deutschen so engagiert dafür kämpfen, dass gefährliche oder ungesunde Sachen erlaubt bleiben. Egal ob Rauchverbot in der Öffentlichkeit, die Promillegrenze oder eben das Autofahren - sobald hier Einschränkungen gefordert werden, gibt es große Diskussionen. So zitiert die BILD ihren Leser Daniel Gabler folgendermaßen: So langsam reicht es. Man darf nicht mehr rauchen, wo man will, man darf bald nicht mehr fahren, wie man will. Ich denke, wir leben in einer Demokratie? Wie lange sollen wir Bürger uns noch gängeln lassen? Ich kaufe mir mit Sicherheit keinen Porsche, um mit dem dann mit 130 km/h auf der Autobahn rumzuzuckeln. (Quelle)
Interessant ist, dass der Bild-Leser die Demokratie an Rauchen und Rasen festmacht - demnach wäre also Deutschland die einzige Demokratie in einem von Diktaturen beherrschten Europa. Das der Staat den Bürger an allen anderen Ecken und Enden gängelt und die hälfte des Jahres für seine eigenen Interessen schuften lässt, scheint dagegen niemand zu stören. Falls hier Freiheit herrschen würde, könnten die Bürger vielleicht leichter auf die Freiheit, die Gesundheit Ihrer Mitbürger zu gefährden, leichter verzichten. Ob das Tempolimit jetzt so viel bringt, ist allerdings nochmal eine andere Frage. 130 sind jedenfalls deutlich sinnvoller als 100 oder 120. Für den Klimaschutz würden andere Maßnahmen deutlich mehr bringen - die Kosten für die Vermeidung von CO2 sind bereits jetzt beim Auto am höchsten. Das ist in einer Marktwirtschaft auch kein Wunder, die gleiche Menge CO2 aus Diesel bzw. Heizöl in der Heizung der Wohnung oder im Haus zu erzeugen kostet ja nur die Hälfte als im Straßenverkehr. Und absolut betrachtet ist der Anteil des CO2s, der bei hohen Geschwindigkeiten verbraucht wird eher gering. Es bleibt lediglich die Hoffnung auf gleichmäßigeren Verkehr und entspannteres, sichereres Fahren bei relativ dichtem Verkehr, während es eher abschreckt, Nachts mit 130 über eine völlig leere Autobahn zu "schleichen". Und von den Unfallzahlen schneiden Autobahnen bereits jetzt sehr gut ab. Die wirklichen Gefahren drohen eher für Fußgänger oder Radfahrer in der Stadt, auf Landstraßen sowie von alkoholisierten Fahrern - die in der Regel übrigens nicht 0.6, sondern deutlich über 1 Promille intus haben. Mein Lieblingsvorschlag zur Kraftstoffeinsparung wären übrigens härtere Maßnahmen gegen Elefantenrennen auf der Autobahn. Würden alle LKW gleichmäßig mit 80 km/h anstatt dauernd am Begrenzer dahinrollen, würde eine Menge Energie gespart und die Fahrt auf der Autobahn - mit oder ohne Tempolimit - für alle anderen beschleunigt.
Sunday, October 7. 2007
Meine Diplomarbeit befindet sich in ihrer Endphase und das bedeutet vor allem, die Ausarbeitung zu schreiben. Das wird noch durch die Word-Rechtschreib"korrektur" erschwert, die scheinbar darauf aus ist, neue Fehler einzubauen: In diesem Fall plane ich nämlich nicht, die genannten Klassen "wider", also gegen etwas zu verwenden, sondern "wieder, nämlich nochmal. Ein Unterschied, der den Microsoft-Leuten wohl nicht klar ist. Zumindest dachte man wohl nicht daran, "wieder" als Vorsilbe zu deklarieren.
Immerhin wird dadurch aber "Wiederspruch" zuverlässig als Fehler erkannt. Die wenigsten Leute wollen ja mit ihren Schreiben nochmal sprechen, sondern ihr Nichteinverständnis ausdrücken.
Tuesday, October 2. 2007
Eine neue Studie fordert nun, was ich ebenfalls schon längere Zeit finde: Anstatt Fördergelder in dünn besiedelten, von Abwanderung bedrohten Gebieten zu vergraben, sollte man diese Gegenden wieder der Natur überlassen! Wegen mir muss jedenfalls nicht ganz Deutschland zum Ruhr- oder Rhein-Main-Gebiet werden. Stattdessen könnte man dort Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten schaffen und sich auf Einsamkeitstourismus als Einnahmequelle konzentrieren. Das wäre dann so eine Art Deutsches Outback und sähe ein wenig aus wie im Asterix-Band " Die Trabantenstadt". Ob man den Prozess unbedingt noch wie gefordert durch eine Prämie unterstützen muss oder ob es nicht reichen würde, dort nicht mehr Geld in die Erhaltung der Infratstruktur zu investieren, als dort erwirtschaftet wird, wäre gesondert abzuwägen. Auf jeden Fall nicht sinnvoll ist, die Landschaft dort mit Autobahnen zu überziehen, die letztlich nur zum Pendeln in Ballungsräume und von Umzugswagen benutzt werden. Im Ausgleich könnte man ja das gesparte Geld in die landschafts- und anwohnerschonende Verbesserung der Infrastruktur in den Städten investieren.
Monday, September 17. 2007
Nun, entweder die Rastatter informieren sich besser über ihre Bürgermeisterkandidaten als die Schopfheimer, oder Konkurrenz war einfach größer. Jedenfalls dürften die Träume vom OB-Posten für ihn erstmal ausgeträumt sein. Und nach diesem Versuch der "Fahnenflucht" werden sich die Probleme in der Markgrafenstadt auch nicht leichter lösen lassen...Â
Thursday, September 6. 2007
Während mein Auto heute bei seiner regulären Inspektion war, hatte ich die Gelegenheit, das aktuelle Modell des Toyota Yaris zu fahren. Zwar ist der Weg zwischen Arbeit und Werkstatt nicht unbedingt eine geeignete Teststrecke, für einen kurzen Eindruck reicht es aber dennoch. Ziemlich cool finde ich den neu gestalteten Innenraum. Zwar ist immernoch alles aus hartem Plastik, aber das sieht dafür recht futuristisch aus. Auch die LED-Tachoanzeige, die mir selbst ja schon beim aktuellen Modell sehr gut gefällt, sieht noch etwas besser aus. Deutlich verbessert wurden auch die diversen Regler und Knöpfe. Und warum es ein Qualitätsmerkmal sein soll, wenn das Amaturenbrett weich ist, habe ich sowieso noch nicht verstanden. Außer Autotestern streichelt da wohl niemand die ganze Zeit darüber, und im Fall eines Unfalls prallt man hoffentlich auf den inzwischen aufgeblasenen Airbag. Auch hat man das Gefühl, in einem deutlich größeren Auto zu sitzen, als bei der alten Version. Dazu trägt wohl das wuchtige Amaturenbrett und die große Frontscheibe bei. Allerdings ist die Übersichtlichkeit sogar noch geringer geworden - die Ausmaße des Autos kann man auch als groß gewachsener Fahrer nur erahnen. Nicht verbessert, und das wäre für mich der entscheidende Grund, das Auto nicht nochmal zu kaufen, wurde die Sitzergonomie. Nach wie vor ist das Fahrzeug eher auf kleine Fahrer ausgelegt. Der Sitz lässt sich zwar weit genug nach hinten verschieben, aber dann ist das Lenkrad unerreichbar, es sei denn man stellt die Lehne fast senkrecht. So "gefaltet" zu fahren ermüdet aber, wie ich selbst immer erfahre, ziemlich. Zudem ist die Sitzfläche einfach zu kurz - rechter und linker Fuß sind immer leicht aufgestellt und liegen nicht auf dem Polster auf. Bei meinem derzeitigen Exemplar habe ich schon mit Stadtplänen und Landkarten unter dem Oberschenkel experimentiert - mit wenig Erfolg. Solange mein Auto aber weiterhin die Inspektionen und TÜV-Termine ohne jegliche unplanmäßige Reparatur übersteht und die Zahl der "nicht fahrbereit"-Pannen sich weiterhin in Grenzen hält, sehe ich aber ohnehin keinen Grund, ein neues Auto zu kaufen. Als Geldanlage wäre es trotz der derzeitigen Rabattschlacht ein schlechtes Geschäft, und auch technisch wird sich in nächster Zeit sicher noch einiges tun.
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