philipp.log - das Weblog von Philipp Krebs Notizen zur Politik, zum Studium an der Hochschule Karlsruhe und allem was noch lesenswert erscheint. http://philipp-krebs.com/templates/philipp/img/s9y_banner_small.png http://philipp-krebs.com/ 2009-10-21T13:16:44Z Serendipity 1.3.1 - http://www.s9y.org/ en Philipp Krebs 2009-10-21T13:15:11Z 2009-10-21T13:16:44Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=247 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=247 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/247-guid.html Offene Fragen zur Neurodermitis-Reportage von Dienstag
Die Reportage über ein von der Pharmaindustrie angeblich zu Unrecht verschmähtes Mittel gegen Neurodermitis in der ARD gestern hat inzwischen auch im Internet ein wenig Echo hervorgerufen, z.B. bei Spiegel Online
Ich hatte schon beim Ansehen der Doku ein seltsames Gefühl, aber inzwischen bin ich mir recht sicher, dass hier per GEZ-Gebühren geschickt Werbung für das Produkt gemacht wurde - das auch rein zufällig nächsten Monat auf den Markt kommt. Folgende Fragen hätte ich gerne beantwortet gehabt:
  • Warum wollte man unbedingt einen der großen Player als Hersteller haben (Novartis, Merck, etc.) und ist nicht bei mittelständischen Pharmaunternehmen vorstellig geworden?
  • Es gibt auch Unternehmen, die ausschließlich als Hersteller tätig sind, den Vertrieb hätte man ja selbst unternehmen können. Warum wurde das nicht ins Auge gefasst?
  • Ein Pharmahersteller, der bereits ein profitables Neurodermitisprodukt hat, hat natürlich wenig Interesse an der Creme. Aber es gibt sicher einen Hersteller, dem so ein Produkt fehlt. Falls die geäußerten Verschwörungstheorien stimmen, gäbe es auch keine Generika-Hersteller.
  • Wenn es der Firma nur auf das Wohl der Menschheit ankäme, wie teilweise im Film dargestellt, hätte man das Patent für die Herstellung durch Apotheken freigeben können
  • Die Studienqualität kann ich nicht beurteilen, aber einige weiterführende Links aus der Spiegel-Forendiskussion hatten recht gut begründete Zweifel daran.
Der in der Forenndiskussion bereits geäußerte Verdacht, dass man unbedingt das Patent zum von der im Film genannten Unternehmensberatung genannten Preis (ein höherer dreistelliger Millionenbetrag)) verkaufen wollte, liegt sehr nahe. Aber dank den unkritischen Journalisten vom WDR dürfte der Marktwert der Erfindung jetzt um einiges höher liegen und vielleicht auch die Ansprüche des Erfinders zufrieden stellen.
Philipp Krebs 2009-06-09T13:41:10Z 2009-06-09T13:41:10Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=246 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=246 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/246-guid.html Telebasel: Mit dem Tram in Lörrachs Mitte

Kleiner Nachschlag zum Kommunalwahlkampf: Telebasel zum Thema "Linie 6 nach Lörrach". Leider ist die Qualität des Online-Videos ziemlich mies!

http://www.telebasel.tv/archiv.php?show=9935

Ich fand die Kampange und vor allem den Slogan "Grenzenlos", das passende Plaket sowie den Flyer jedenfalls klasse!

Philipp Krebs 2009-05-23T06:58:17Z 2009-05-23T07:02:06Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=245 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=245 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/245-guid.html Lesenswerter Artikel des Tages bei Wikipedia
Immer wieder schön zu lesen, besonders zum 60-jährigen Jubiläum!Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Hier gibt's den kompletten Gesetzestext. .
Philipp Krebs 2009-05-14T11:21:58Z 2009-05-14T11:21:58Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=244 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=244 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/244-guid.html Vorschlag an die hungerstreikenden Bäuerinnen vor dem Kanzleramt
Wie wäre es, wenn sich die derzeit vor dem Kanzleramt campierenden Bäuerinnen im Hungerstreik um die Direktvermarktung ihrer Milch kümmern würden, anstatt nach neuen staatlichen Eingriffen in den Milchmarkt zu rufen? Dass der Verbraucher, wenn er ein gutes Gefühl dabei hat, bereit ist, 1 Euro oder zumindest 85 cent für seine Milch zu zahlen, zeigen "Premiummarken" wie Weihenstephan, Landliebe oder Breisgaumilch. Es läge also an den Milchbauern, die Marge durch geschickte Vermarktung als regionales oder biologisch wertvolles Produkt selbst abzuschöpfen, anstatt sie großzügig den Molkereien und dem Einzelhandel zu überlassen. Warum helfen Bauernverband oder Bund Deutscher Milchviehhalter nicht dabei? Beim Fleisch klappt dieses Modell hierzulande recht gut. Im lokalen Edel-Edeka "Hieber" lässt sich Fleisch aus den Schwarzwalddörfern Gersbach und Wies kaufen. Ich denke, Gersbacher Milch könnte man ähnlich erfolgreich zum Premiumpreis dazuverkaufen und in anderen Regionen sieht es bestimmt ähnlich aus.
Philipp Krebs 2009-05-09T12:41:34Z 2009-05-09T12:41:34Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=243 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=243 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/243-guid.html Premiummilch == Billigmilch?

Nachdem die Erzeugerpreise für Milch inzwischen wieder am Boden liegen hat auch der Einzelhandel nachgezogen und bietet Milchprodukte zu sehr niedrigen Preisen an. Eine Tüte ESL-Vollmilch kostet teilweise unter 50 Eurocent. Viele Verbraucher halten solch günstige Preise allerdings für zu niedrig und kaufen bewusst teurere Marken wie beispielsweise Breisgaumilch, Landliebe oder Weihenstefan.

Allerdings sagt ein hoher Endverbraucherpreis nichts darüber aus, wieviel der Bauer von den deutlich höheren Preisen für diese "Premiummilch" erhält. So stammt laut Verpackung die hierzulande in Südbaden verkaufte "Gut&Günstig" Milch (Preis heute 48 cent) bei Edeka ebenfalls aus demselben Betrieb DE-BW-378 wie die Breisgaumilch (85 cent). Laut dieser Liste ist dies die Betriebsnummer der Breisgaumilch.

Nun fragt sich, ob der Milchbauer für die unter dem Breisgaumilch-Label verkaufte Milch wirklich mehr Geld erhält als für die Noname-Milch. Im Fall der Campina-Premiummarke "Landliebe" ist das jedenfalls nicht der Fall, wie während des letzten "Milchstreiks" bei Spiegel Online zu lesen war.

Der Verbraucher kann also durch den Kauf dieser Markenprodukte lediglich zum Ausdruck bringen, dass ihm seine Milch mehr als 50 cent pro Liter wert ist und beschert damit den Molkereien vermutlich traumhafte Margen. Die etwas aufwändigere Verpackung der als solche gelabelten Breisgaumilch dürfte nur wenig teurer sein als der einfache Quader von "Gut&Günstig". Somit kann der Rest des Mehrpreises vermutlich als Marge für Milchverarbeiter und Einzelhandel verbucht werden. Ob dies dem Bauern hilft, darf bezweifelt werden.

Philipp Krebs 2009-05-04T23:30:15Z 2009-05-04T23:30:15Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=242 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=242 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/242-guid.html Zöllner sind arm dran...

Die Bedeutung des Zolls hat im Zeitalter des Schengener Abkommens trotz einiger neuer Aufgaben wie Schwarzarbeitsbekämpfung und dem zunehmenden Flugverkehr sicherlich abgenommen. Während an den EU-Innengrenzen die Zollhäuschen oft völlig verwaist sind und bestenfalls ein paar mobile Streifen unterwegs sind, kann aber wenigstens an der Grenze zur Schweiz dank des fehlenden Freihandelsabkommens noch kontrolliert werden wie eh und je. Aber seit die Schweiz dem freien Personenverkehr mit der EU zugestimmt hat, hat die Sinnhaftigkeit von Kontrollen auch hier erheblich abgenommen.

Nichtdestotrotz geriet ich gestern ins Visier eines Grenzbeamten, da ich "so gegrinst" hätte, als ich auf die Kontrollstelle zufuhr. Dies war zwar den Radionachrichten geschuldet und nicht der Tatsache, dass ich die Grenze überquere, aber trotzdem offenbar ein ausreichendes Verdachtsmoment. Ich durfte also auf den vorgesehenen Stellplatz fahren, woraufhin nach dem obligatorischen "Haben Sie Waren dabei?" mein Auto kurz durchsucht wurde. Dabei lies der Dialekt des Zöllners darauf schließen, dass er aus einem anderen Landesteil, in dem vor einiger Zeit die Grenzkontrollen zu den östlichen Nachbarländern abgeschafft wurden stammte.

Leider war aber im Kofferraum nur eine Laptoptasche, in der auch überraschenderweise ein Laptop zu finden war. Auch das Handschuhfach enthielt nur Karten und den Navi-Rüssel, sodass der Grenzer die Durchsuchung aufgab. Ein letzter Funken Hoffnung auf einen Fahndungserfolg war die Frage "Haben Sie Ihren Ausweis dabei", die ich aber bejahen konne. Ich war überrascht und fragte, ob er den Ausweis denn sehen wollte, was er genervt mit einem "sonst hätte ich ja nicht gefragt" beantwortete. Angesichts der Rechtslage - Personenkontrollen sind eigentlich nur bei Verdacht oder zur Eigensicherung zulässig - fand ich aber meine Frage durchaus berechtigt. Nachdem ich keine Namens- oder Gesichtsähnlichkeit mit bekannten Terroristen, Steuerhinterziehern oder Kaffeeschmugglern hatte, konnte ich allerdings weiterfahren.

Nun ist das Schengener Abkommen mit der Schweiz ja erst ein paar Monate in Kraft und Umdenkprozesse dauern in Behörden gewöhnlich sogar noch länger als in Unternehmen. Trotzdem hoffe ich, dass auch der Beamte von gestern bald realisiert, dass die Grenze hierzulande von vielen Leuten täglich überquert wird und zumindest unter den Reisenden mit regionalem Nummernschild die Chance, ein Mitglied der oben genannten Personengruppen zu finden, verschwindend gering ist. Für den oben beschriebenen Zöllner ist das sicherlich frustierend, denn der Fahndungserfolg dürfte sich an seiner neuen Wirkstätte nur selten einstellen. Noch seltener wird er, wenn man ein derart schlechtes Gespür hat und harmlose Berufspendler kontrolliert. Glücklicherweise sind solche Kontrollen aber eher selten.


Philipp Krebs 2008-10-27T12:35:58Z 2008-10-27T12:35:58Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=240 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=240 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/240-guid.html Webpage & most entries restored

Finally, I found some time to move the contents of my webpage to the new host. Since I posted less and less entries in the recent years, I decided to cancel the hosting account at 1&1 I've had all the time and park the domain at GoDaddy. They offer free hosting with acceptable features and conditions, so I decided to restore the content as good as possible. This was tougher than expected, since the database backup I made before cancelling was an empty file: apparently, there was some problem with the bzip2 module at 1&1 at that time. Luckily, I also backed up the rss file, but this meant more manual work.

For the near future, I expect the posting frequency to stay at 2008's level or slightly higher. Yet, I wanted the old entries restored, because they are cached in various locations on the internet anyways. Putting them back in place avoids the impression that I don't support the views expressed in the postings any more.

Philipp Krebs 2008-01-09T12:15:00Z 2008-01-09T12:15:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=239 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=239 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/239-guid.html Der Arbeitsbeschaffer
Sehr interessant ist die neue Sendung "Der Arbeitsbeschaffer" auf RTL, die man wie eine Menge anderer Serien innovativerweise auch im Internet unter http://www.rtl-now.de/ansehen kann. Eine gute Zusammenfassung der Sendung findet sich bei Spiegel Online.

Etwas arg finde ich aber, dass die Familie 2000 Euro Netto erarbeiten müsste, um den Lebensstandard zu halten. Da wundert man sich wenig, dass die Motivation zur Arbeitsbeschaffung sich in Grenzen hält. Da aber auch die Arbeitgeber für niedrigqualifizierte Beschäftige keine Löhne in Postbriefträgerhöhe leisten können, bleibt die Verantwortung letztlich beim Staat hängen.

An diesem liegt nun also, die Schere zwischen Arbeit und Nichtarbeit zu schließen. Problematisch sind hierbei vor allem die "Flatrates" bei verschiedenen Sozialleistungen wie Kindergeld und die Anrechnung von Sozialleistung der Partner - wer Arbeiten möchte, muss gleich die gesamte Familie damit ernähren. Ein eigener Sozialleistungsanspruch für jeden Bürger würde dem abhelfen, andererseits aber wiederum Personen alimentieren, die eigentlich gar nicht bedürftig wären. Ein anderes mögliches Modell sind Kombilöhne - die richtige Höhe hierfür zu definieren, ist allerdings sehr schwer!

Philipp Krebs 2007-10-29T12:14:00Z 2007-10-29T12:14:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=238 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=238 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/238-guid.html Rauchen, Saufen, Rasen - die letzten Freiheiten der Deutschen

Das klassische Sommerlochthema "Tempolimit auf Autobahnen" hat es nun also immerhin bis in den Oktober auf den SPD-Parteitag geschafft. Und tatsächlich beschlossen die Deligierten dort Tempo 130 auf Autobahnen - zum ersten Mal bei einer der beiden Volksparteien.

Man darf sich aber durchaus fragen, warum die Deutschen so engagiert dafür kämpfen, dass gefährliche oder ungesunde Sachen erlaubt bleiben. Egal ob Rauchverbot in der Öffentlichkeit, die Promillegrenze oder eben das Autofahren - sobald hier Einschränkungen gefordert werden, gibt es große Diskussionen. So zitiert die BILD ihren Leser Daniel Gabler folgendermaßen:

So langsam reicht es. Man darf nicht mehr rauchen, wo man will, man darf bald nicht mehr fahren, wie man will. Ich denke, wir leben in einer Demokratie? Wie lange sollen wir Bürger uns noch gängeln lassen? Ich kaufe mir mit Sicherheit keinen Porsche, um mit dem dann mit 130 km/h auf der Autobahn rumzuzuckeln.  (Quelle)

Interessant ist, dass der Bild-Leser die Demokratie an Rauchen und Rasen festmacht - demnach wäre also Deutschland die einzige Demokratie in einem von Diktaturen beherrschten Europa. Das der Staat den Bürger an allen anderen Ecken und Enden gängelt und die hälfte des Jahres für seine eigenen Interessen schuften lässt, scheint dagegen niemand zu stören. Falls hier Freiheit herrschen würde, könnten die Bürger vielleicht leichter auf die Freiheit, die Gesundheit Ihrer Mitbürger zu gefährden, leichter verzichten.

Ob das Tempolimit jetzt so viel bringt, ist allerdings nochmal eine andere Frage. 130 sind jedenfalls deutlich sinnvoller als 100 oder 120. Für den Klimaschutz würden andere Maßnahmen deutlich mehr bringen - die Kosten für die Vermeidung von CO2 sind bereits jetzt beim Auto am höchsten. Das ist in einer Marktwirtschaft auch kein Wunder, die gleiche Menge CO2 aus Diesel bzw. Heizöl in der Heizung der Wohnung oder im Haus zu erzeugen kostet ja nur die Hälfte als im Straßenverkehr. Und absolut betrachtet ist der Anteil des CO2s, der bei hohen Geschwindigkeiten verbraucht wird eher gering. Es bleibt lediglich die Hoffnung auf gleichmäßigeren Verkehr und entspannteres, sichereres Fahren bei relativ dichtem Verkehr, während es eher abschreckt, Nachts mit 130 über eine völlig leere Autobahn zu "schleichen". Und von den Unfallzahlen schneiden Autobahnen bereits jetzt sehr gut ab. Die wirklichen Gefahren drohen eher für Fußgänger oder Radfahrer in der Stadt, auf Landstraßen sowie von alkoholisierten Fahrern - die in der Regel übrigens nicht 0.6, sondern deutlich über 1 Promille intus haben.

Mein Lieblingsvorschlag zur Kraftstoffeinsparung wären übrigens härtere Maßnahmen gegen Elefantenrennen auf der Autobahn. Würden alle LKW gleichmäßig mit 80 km/h anstatt dauernd am Begrenzer dahinrollen, würde eine Menge Energie gespart und die Fahrt auf der Autobahn - mit oder ohne Tempolimit - für alle anderen beschleunigt.

Philipp Krebs 2007-10-07T12:13:00Z 2007-10-07T12:13:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=237 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=237 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/237-guid.html Wenig sinnvolle Word-Rechtschreibvorschläge

Meine Diplomarbeit befindet sich in ihrer Endphase und das bedeutet vor allem, die Ausarbeitung zu schreiben. Das wird noch durch die Word-Rechtschreib"korrektur" erschwert, die scheinbar darauf aus ist, neue Fehler einzubauen:

In diesem Fall plane ich nämlich nicht, die genannten Klassen "wider", also gegen etwas zu verwenden, sondern "wieder, nämlich nochmal. Ein Unterschied, der den Microsoft-Leuten wohl nicht klar ist. Zumindest dachte man wohl nicht daran, "wieder" als Vorsilbe zu deklarieren.

Immerhin wird dadurch aber "Wiederspruch" zuverlässig als Fehler erkannt. Die wenigsten Leute wollen ja mit ihren Schreiben nochmal sprechen, sondern ihr Nichteinverständnis ausdrücken.


Philipp Krebs 2007-10-02T12:12:00Z 2007-10-02T12:12:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=236 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=236 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/236-guid.html Für mehr Wildnis in strukturschwachen Gebieten
Eine neue Studie fordert nun, was ich ebenfalls schon längere Zeit finde: Anstatt Fördergelder in dünn besiedelten, von Abwanderung bedrohten Gebieten zu vergraben, sollte man diese Gegenden wieder der Natur überlassen! Wegen mir muss jedenfalls nicht ganz Deutschland zum Ruhr- oder Rhein-Main-Gebiet werden. Stattdessen könnte man dort Rückzugsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten schaffen und sich auf Einsamkeitstourismus als Einnahmequelle konzentrieren. Das wäre dann so eine Art Deutsches Outback und sähe ein wenig aus wie im Asterix-Band "Die Trabantenstadt".

Ob man den Prozess unbedingt noch wie gefordert durch eine Prämie unterstützen muss oder ob es nicht reichen würde, dort nicht mehr Geld in die Erhaltung der Infratstruktur zu investieren, als dort erwirtschaftet wird, wäre gesondert abzuwägen. Auf jeden Fall nicht sinnvoll ist, die Landschaft dort mit Autobahnen zu überziehen, die letztlich nur zum Pendeln in Ballungsräume und von Umzugswagen benutzt werden.

Im Ausgleich könnte man ja das gesparte Geld in die landschafts- und anwohnerschonende Verbesserung der Infrastruktur in den Städten investieren.

Philipp Krebs 2007-09-17T12:12:00Z 2007-09-17T12:12:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=235 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=235 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/235-guid.html 16.6% für Christof Nitz
Nun, entweder die Rastatter informieren sich besser über ihre Bürgermeisterkandidaten als die Schopfheimer, oder Konkurrenz war einfach größer. Jedenfalls dürften die Träume vom OB-Posten für ihn erstmal ausgeträumt sein. Und nach diesem Versuch der "Fahnenflucht" werden sich die Probleme in der Markgrafenstadt auch nicht leichter lösen lassen... 
Philipp Krebs 2007-09-05T12:10:00Z 2007-09-05T12:10:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=234 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=234 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/234-guid.html Zoll-Parameter

Zu den weniger schönen Aspekten meiner ansonsten sehr interessanten Diplomarbeit gehört, dass ich für UML-Diagramme Microsoft Visio verwende bzw. verwenden muss. Letztlich ist es das einzige Programm, dass bei meinem Unternehmen verfügbar ist und dafür halbwegs geeignet ist. Zu allem Überfluss habe ich auch noch die deutsche Version davon.

Ein besonders dämlicher Übersetzungsfehler findet sich nämlich bei der Definition von Klassen. Bei Funktionsparametern hat man die Wahl, ob es sich um einen "Aus", "Ein/Aus" oder einen "Zoll"-Parameter handeln soll. Nanu?

Zu allem Überfluss erscheint diese kreative Schöpfung auch noch im Modell:

Ein Blick auf die englische Version der Software zeigt schließlich, was gemeint ist: die möglichen Parametertypen sind "in", "out" und "inout". Irgendein besonders fleißiger Übersetzer wollte das wohl unbedingt eindeutschen und dachte wohl, es handle sich um ein Maß. Fragt sich nur, warum er nicht gleich 25mm hingeschrieben hat....

Philipp Krebs 2007-08-28T12:10:00Z 2007-08-28T12:10:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=233 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=233 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/233-guid.html Kinderschutzbund mischt sich in Hartz IV Debatte ein

In seinem aktuellen Heft mischt sich der Deutsche Kinderschutzbund in die Debatte um Hartz IV ein und kritisiert, dass zu viele Kinder dadurch in Armut leben. Das ist schade, denn bisher war der Kinderschutzbund in solchen Fragen nach meiner Wahrnehmung eher neutral und unabhängig von der wirtschaftspolitischen Meinung unterstützenswert.

Kinderarmut ist zwar tragisch, da die Kinder nichts dafür können, dass die Eltern nicht wirtschaftlich erfolgreich sind. Allerdings wäre umgekehrt auch bei einer Erhöhung der Transfers nicht sichergestellt, dass dieses Geld den Kindern zugute kommt. Zumindest in meinem Kopf taucht beim Gedanken an eine Hartz IV-Erhöhung eher das Bild vom Mann in der Kneipe oder vor dem neuen Plasmafernseher aus dem Mediamarkt als von der Mutter am Obstregal auf. Und wenn der Satz für Kinder einseitig erhöht wird, steigt der Anreiz, Kinder zu bekommen, dort am stärksten, wo es den Kindern dann am schlechtesten geht, die Einkommensschere zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen Familien schließt sich weiter.

Die anderen Forderungen des KSB lesen sich allerdings gar nicht so schlecht. Kostenlose Kindergartenplätze würden auch Kindern aus sozial schwachen Familien eine andere Umgebung bieten. Für die Eltern wäre das vielleicht auch ein weiterer Anreiz zum Arbeiten - es entfällt eine mögliche Ausrede und ohne Kinder wird es daheim auch schneller langweilig. Aber am besten bekämpft man Kinderarmut immer noch, wenn die Eltern selbst ein ausreichendes Einkommen erzielen.

Philipp Krebs 2007-08-14T12:09:00Z 2007-08-14T12:09:00Z http://philipp-krebs.com/wfwcomment.php?cid=232 0 http://philipp-krebs.com/rss.php?version=atom1.0&type=comments&cid=232 http://philipp-krebs.com/index.php?/archives/232-guid.html Schopfheimer Bürgermeister kandidiert in Rastatt
Stammt man aus einer Kleinstadt, ist man ja immer überrascht, deren Namen irgendwo anders im Internet zu lesen. So auch hier bei KA-News: Der Schopfheimer Bürgermeister Christof Nitz tritt bei der OB-Wahl in Rastatt an, nachdem die dortige CDU lange Zeit keinen geeigneten Kandidaten fand. Das war wohl relativ knapp, die Bewerbungsfrist läuft scheinbar in ein paar Wochen ab.

Für Nitz könnte die kurze Zeit bis zur Wahl allerdings zum Vorteil werden. Dadurch sinkt die Gefahr, dass die Rastatter Lokalpresse auf Seiten, wie die der Narrenzunft Schopfheim stößt. Denn selbst in diesen sonst eher konservativen Kreisen hält sich die Begeisterung über den Bürgermeister ziemlich in Grenzen. Auch einige in der Stadt kursierende Gerüchte zu seinem Privatleben, die hier aus presserechtlichen Gründen nicht wiedergegeben werden sollen, passen nicht unbedingt zu einem Bürgermeisterkandidaten, der in Rastatt wohl in erster Linie bürgerliche Wähler ansprechen möchte. In der örtlichen Presse diskutiert wurden außerdem verschiedene Seminare, die Christof Nitz während seiner Amtszeit besuchte. Deren geschäftlicher Charakter wurde zumindest von der Opposition angezweifelt.

Insgesamt drängt sich hier jedenfalls der Eindruck auf, dass der Schopfheimer Kandidat nicht gerade die erste Wahl der Rastatter CDU ist. Ich denke jedenfalls, dass man sich bei der Kandidatenauswahl durchaus unter den jeweiligen Ortsverbänden ein wenig über die Kandidaten austauscht und auch Texte findet, die bei Google auf Platz 3 in der Ergebnisliste stehen. Und im Empfinden der Bevölkerung war die Stärke von Christof Nitz auch in erster Linie die Schwäche seiner Gegner.

Der Fairness halber sei noch die eigene Darstellung des Bürgermeisters erwähnt: "Vor einiger Zeit", so schreibt die Badische Zeitung in einem leider nur für Abonnenten zugänglichen Artikel, hätte man ihn gefragt, aber er habe leider so viel Bedenkzeit gebraucht. Nun, das hätte ich wahrscheinlich auch gesagt.